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Tipps für gesunde work-life-balance auch in der virtuellen Welt

Diese Tipps unterstützen Sie, besser, gesünder und gelassener durch online-meetings zu steuern.

  • Meetings moderieren
  • Bei mehr als 2-5 Personen sollte eine neutrale Person/jemand aus der Runde moderieren. Das gibt Struktur. Und es entspannt und erlaubt der Moderation, auch die stillen Wandbilder auf dem Bildschirm anzusprechen. Die Moderation lenkt und führt durch die Agenda bzw. hilft, eine aufzustellen, so dass niemand verloren ist. Sie stellt bei längeren Meetings Pausen nach 30-60 Minuten sicher, fasst Zwischenergebnisse zusammen und moderiert das Ergebnis bzw. wie es weiter geht. Wie bei jeder guten Moderation ist die Person eher neutral, nicht der Chef oder die Chefin, und nicht jedesmal die selbe Person.

    Eines sollte die Moderation unbedingt beherrschen: Sprechen und chatten. Im Virtuellen Raum ist die kommunikative Kompetenz umfassender als in der realen Welt. Das nicht-Sichtbare muss mitgesprochen werden. Und die Kommentare, Bemerkungen, Fragen im Chat sind von der Moderation möglichst sofort, freundlich-empathisch und beziehungsorientiert zu beantworten.

    Die Moderation ist entscheidend für eine empathische Bindung im virtuellen Raum!

  • Kommunikative Kompetenz
  • In der virtuellen Welt muss auch das, was selbstverständlich ist, mit gesagt werden. Das, was offensichtlich und sichtbar ist, muss angekündigt werden.

    Wenn ich mir vor laufender Webcam Notizen machen, sage ich dazu: ich mache mir Notizen, deshalb senke ich den Kopf (ich sage damit auch, dass ich nicht zeitgleich meine Mails abrufe).

    Ich kündige an: da kommt gerade ein Telefonat auf der anderen Leitung rein, dass ich annehmen muss, ich klinke mich mal eben aus. Wenn das Telefonat vorbei ist, "komme ich wieder rein" indem ich sage: so, da bin ich wieder.

    Es gilt zu lernen und zu akzeptieren, dass in der virtuellen Welt die sinnlichen Wahrnehmungen und Dimensionen der realen Welt fehlen, und deshalb mitgesagt werden müssen.

    Ich spreche aus, was in der realen Welt für alle sichtbar ist und nicht gesagt werden muss. Tue ich das nicht, was übrigens zu Beginn von Corona noch zu viel Irritationen geführt hat, denken die Mitarbeiter, der Chef arbeitet seine Mails ab, ihn interessiert nicht, was wir hier besprechen. Die meisten von uns haben sich schon amüsiert, wenn sich aus dem Bild langsam die Chefin entfernt, erst die Schulter, dann der Kopf, dann die andere Schulter. Es bleibt ein Arm im Bild hängen, manchmal ist noch der Ton versehentlich an und alle hören das wichtige Telefonat auf der anderen Leitung mit, bis sich der Arm, die Schulter, der Kopf wieder zurück ins Bild schieben und die Chefin "wieder da" ist. Keiner der anderen sagt etwas. Nun ja, das ist (fast) allen schon passiert

    Auch wenn mittlerweile während eines online-Meetings parallel E-Mails, Projekte und Routinearbeiten erledigt werden (müssen), heißt das nicht, dass es eine gute Entwicklung ist. Multitasking macht Stress, reduziert die Aufmerksamkeit, erhöht die Fehler, vergrößert die Ineffizienz. Und macht physisch und psychisch krank.

  • Technik- und Medienkompetenz
  • Was wir brauchen, ist ein Mindestmaß an technischem Verstehen und Know How, um uns aktiv in die virtuelle Welt gestaltend einzubringen. Wir müssen verhindern, dass uns die Technik beherrscht und vor sich hertreibt. Dafür müssen wir in Grundzügen wissen, wie es geht. Wir sind es, die den Stecker aus der Steckdose ziehen, um Feierabend zu machen, nicht die Maschine.

  • Wie bleibe ich gesund?
  • Achtsam mit mir selbst. Salutogenetischer Ansatz

    Was hält mich in der virtuellen Welt gesund? Was hilft mir zu verstehen, was technisch, mental, real und virtuell, gesellschaftlich und politisch geschieht? Und wie vermag ich Einfluss so zu nehmen, dass ich mein Tun sinnvoll empfinde und dass meine Gesundheit erhalten bleibt?

    Nicht nur Führungskräfte, auch Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter brauchen eine erweiterte Qualität, was ihrer Gesundheit gut tut. Online-meetings sind in ihrer Taktung gnadenlos und kümmern sich nicht um menschliche Gesundheit! Meine Gesundheit beginnt beim Innehalten. "Halt! Stop!" sagen. Reflektieren. Was geschieht gerade mit mir? Was brauche ich? Was tut mir gut? "Ich brauche eine Pause". "Ich muss mal aufstehen, zwei Schritte gehen."

    Wenn ich das herausgefunden habe - und wir wissen alle, was uns gut tut! - , dann ist es wichtig, das auch umzusetzen und gut für mich zu sorgen! Das beginnt damit, sich den Kalender vorzunehmen und Pausen einzutragen. Pausen für mich und mein Wohlergehen.

  • Die 45-Minuten-Stunde.
  • Wirken Sie in Ihrem Bereich darauf hin, dass Meetings 5-15 Minuten eher beginnen resp. eher enden! Als Chefin oder Chef führen Sie bitte die 45 Minuten-Stunde ein. Viele Firmen machen das bereits.

    So sorgen Sie gut für sich und Ihre Kolleginnen und Kollegen.

    5 Minuten für mich.

    Innehalten – Achtsam sein. Dehnübungen machen. Aufstehen. Sich strecken. Einatmen, lange ausatmen.

    Denken, Verstehen, Ideen entwickeln. Fragen stellen. Erkennen – und das eigene Verhalten ändern, sich neu erfinden – das kann der Mensch! Neues lernen, auch das können wir!

    Halten Sie inne und überlegen Sie, was Ihnen gut tut.

    Es ist wichtig, Pausen einzulegen und zu trinken! Die Augen vom Bildschirm ausruhen. In die Weite des Himmels schauen, den Raum verlassen, andere Dinge sehen, bewusst etwas anderes tun, um andere Gedanken zu bekommen und das Gehirn zu entspannen. Lassen Sie die Gedanken schweifen, um das Ruhezustandsnetzwerk Ihres Gehirns zu aktivieren und wieder aufzutanken!

    Im Kalender Pausen blocken. Wenn Sie im Home-Office sind, auch Zeiten für Einkauf, Essen, Mittagsruhe blocken. Und den Feierabend eintragen.

  • Feierabend machen. Wochenende frei von Büroarbeit halten
  • Wenn das Büro zu Ihnen nach Hause kommt, ist es an Ihnen, räumliche und zeitliche Begrenzungen zu schaffen.

    Vermeiden Sie fließende Übergänge von home office zu home family. Auch wenn das schwer fällt und kaum in der kleinen Wohnung zu realisieren ist. Um so wichtiger ist es, dass Sie selber die Grenzen setzen: 18 Uhr ist Feierabend. Rechner aus. Betriebshandy aus. Samstag und Sonntag bleiben Rechner/Laptop und Betriebshandy ebenfalls aus.

    Feierabend als festen Termin im Kalender eintragen und vor allem: auch Feierabend machen. Rechner herunterfahren, keine Mails mehr, ausschalten.

    Da ist ein Knopf an der Maschine, den man betätigen kann. Tun Sie es!

    Auch keine Anrufe mehr - außer mit Freunden.

    Die Maschine ist gnadenlos und hält Sie am Bildschirm, bis Sie tränende Augen haben, Kopfschmerzen, verspannte schmerzende Schultern, trockenen Hals und wie zerschlagen spät abends endlich aufhören und merken, dass Sie den ganzen Tag nichts Richtiges gegessen und getrunken haben.

    Woran das liegt? Während Ihr aktives Arbeitsnetzwerk in Betrieb ist, ist das Ruhezustandsnetzwerk stillgelegt. Wenn Sie nicht auf sich aufpassen, können Sie sich tatsächlich "tot arbeiten". Das wollen wir aber nicht! Also unterbrechen Sie die fokussierte konzentrierte Arbeit, stehen Sie auf, gehen Sie herum, lassen Sie die Gedanken schweifen, denken Sie an nichts bestimmtes, starren Sie ein wenig in den Himmel..... so aktivieren Sie Ihr Ruhezustandsnetzwerk, dass Sie gesund, fit, kreativ und leistungsfähig hält!

    Gestalten Sie selbst den virtuellen Arbeitstag, indem Sie regelmäßig Pausen eintragen und diese auch einhalten. Sonst werden Sie eingesogen von dem Takt der Maschine.

    Sie sind der Mensch, nicht die Maschine. Also, denken Sie daran, für sich zu sorgen und rechtzeitig Feierabend zu machen. So bleiben Sie gesund - und sind ein Vor-Bild für Kolleginnen und Kollegen.


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